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LIFT: Eine Lösung für das Retrofitting von Gebäuden mit Schäden an der Bodenverbindung

Sanierung eines BSP-Gebäudes dank Retrofit und der Vielseitigkeit von UP LIFT

Timber building retrofit with decayed base detail and lifting system for X-LAM structural repair
UP LIFT system installed for timber building retrofit, lifting X-LAM structure during base connection upgrade
X-LAM structural retrofit detail with UP LIFT system, base connection reinforcement and concrete foundation preparation
Completed timber building retrofit with restored X-LAM base connection and concrete foundation upgrade
Verfasser: ROTHOBLAAS

Ein Thema beschäftigt Baustellen zunehmend: Einige Holzgebäude, die in den letzten 5-10 Jahren errichtet wurden, zeigen aufgrund unsachgemäßer Ausführung des Bauteilanschlusses Probleme an der Bodenverbindung. Besonders häufig treten Beschädigungen am Wandanschlussprofil auf.

Dafür kommen verschiedene Ursachen infrage, etwa eine unzureichende Feuchtigkeitskontrolle, unterschätzte Konstruktionsdetails oder eine Ausführung, die nicht der für Holz erforderlichen Präzision entspricht. Das Ergebnis? Junge Bauwerke, die Maßnahmen verlangen, wie man sie aus der Bestandssanierung kennt, nicht aus dem Neubau.

An diesem Punkt lautet die Frage nicht mehr, wie man besser plant, sondern wie man mit etwas umgeht, das bereits fertiggestellt ist und dessen Zustand sich verschlechtert.

Renovieren statt demolieren

Mit dieser Situation sah sich EdilCraft s.r.l. auf einer Baustelle in Parma konfrontiert. Ein zweigeschossiges Gebäude aus BSP, das 2013 errichtet wurde und jahrelang unvollendet blieb, wies etwa 100 Laufmeter feuchtigkeitsgeschädigter Wände auf.

Die planerische Entscheidung war klar: Ein Abriss sollte vermieden und stattdessen die Renovierung ins Auge gefasst werden, um das Bauvorhaben erfolgreich abzuschließen. Dafür war ein schrittweises Vorgehen notwendig. Abschnitt für Abschnitt wurden die beschädigten Bauteile entfernt und an ihrer Stelle eine neue Fundamentaufkantung aus Stahlbeton geschaffen. In diesem Prozess übernahmUP LIFT eine zentrale Rolle als Stützsystem und ermöglichte, die Stabilität der Konstruktion während der gesamten Arbeiten zuverlässig zu sichern. Es handelte sich um eine alternative Nutzung des Systems, die über seinen ursprünglichen Zweck hinausging und sich auf der Baustelle zunehmend bewährte, um nicht die gesamte Konstruktion von Grund auf neu errichten zu müssen.

UP LIFT system installed for timber building retrofit, lifting X-LAM structure during base connection upgrade

UP LIFT: Von der Baustellenlösung zum Retrofit-Werkzeug

UP LIFT wurde entwickelt, um ein typisches Problem beim Neubau zu lösen: die Diskrepanz zwischen den Toleranzen von Beton und der Präzision der Holzwände. Dabei folgt das Verfahren einem einfachen Prinzip: Die Reihenfolge der Arbeitsschritte wird umgekehrt. Zuerst werden die Wände verlegt und erst im Anschluss, sobald die Geometrien feststehen, wird die Aufkantung angebracht.

Dies eröffnet verschiedene Möglichkeiten:

  • Eine Montage, die mit größerer Sorgfalt erfolgt, um Toleranzen gezielt zu berücksichtigen.

  • Das Anheben des Wandanschlussprofils, um die Feuchtigkeitseinwirkung deutlich zu reduzieren.

  • Eine vereinfachte Fundamentbefestigung, da Bohrungen für die Anker im Beton vermieden werden können.

Aus baulicher Sicht tragen die Stützen das Gebäude während der Montagephase mit und nehmen dabei die Zug- und Scherkräfte bis zur Fertigstellung der Aufkantung auf, welche die Druckkräfte übernimmt.

Doch gerade, wenn das Problem bereits besteht, zeigt das System seine wahre Vielseitigkeit. Wie diese Anwendung verdeutlicht, eignet sich UP LIFT für Retrofitting-Maßnahmen zur Sanierung beschädigter Bauwerke und zählt zu den wenigen Standardsystemen, die für diese Art von Eingriff eingesetzt werden können.

X-LAM structural retrofit detail with UP LIFT system, base connection reinforcement and concrete foundation preparation

Ein System, das den Eingriff erst möglich macht

Die Wirkung der Maßnahme in Parma beruht nicht allein auf einem einzelnen Produkt, sondern darauf, ein überzeugendes System um eine komplexe Herausforderung herum aufzubauen.

Die Bauverbindungen wurden Komponenten wie den Schrauben HBS PLATE anvertraut, die Festigkeit und Kontinuität zwischen den Elementen gewährleisten. Die Anker SKR sorgten für die temporäre Verbindung zwischen UPLIFT und Fundament, bis die Aufkantung gegossen wurde. Die Platten WHT PLATE C halfen, die Kräfte an den am stärksten belasteten Bauteilanschlüssen gezielt zu verteilen. Dabei spielten die Bänder PROTECT eine wesentliche Rolle zum Schutz der Schnittstelle und reduzierten effektiv das Risiko weiterer Einsickerungen.

Erst diese Integration macht den Eingriff überhaupt realisierbar: Eine technische Abfolge, die den Übergang von einem geschädigten Zustand zu einer wieder sicheren und langlebigen Konstruktion ermöglicht.

Eine Herausforderung, die die korrekte Planung in den Mittelpunkt rückt

Solche Fälle zeigen eindrücklich, dass das Problem eine ganz neue Dimension erreicht hat. Wenn die Bodenverbindung falsch oder nur oberflächlich geplant wird, entsteht eine Schwachstelle, die den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes bedrohen kann.

Vor allem aber wirft das die grundlegende Frage auf, ob neu errichtete Gebäude wirklich automatisch zuverlässig und langlebig sind. Deshalb ist es besonders wichtig, vorausschauend zu arbeiten und die Planung sowie Ausführung kritischer Bauteilanschlüsse mit größter Sorgfalt zu begleiten. Dabei bietet das umfangreiche Produktsortiment von Rothoblaas wertvolle Unterstützung – von Befestigungslösungen über Luftdichtheit und Bauabdichtung bis hin zur Schalldämmung.

Completed timber building retrofit with restored X-LAM base connection and concrete foundation upgrade

Alle Rechte vorbehalten

Technische Details

Unternehmen:
Domenico Altieri EdilCraft s.r.l.
Land:
Italy
Produkte:
HBS PLATE SKR | SKS | SKP UP LIFT WHT PLATE C
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