Die Revolution der HBS PLATE Produktlinie: mehr erfahren
Fast delivery from US Warehouse - Get in Touch
Rothoblaas Logo Login / Register
Sprache wählen
Unsere Marken

Einführung der EN 17235:2024: Was ändert sich für Seilsysteme und Absturzsicherungen?

Seilsysteme und permanente Anschlageinrichtungen werden offiziell Teil des europäischen Rechtsrahmens

Worker using permanent fall protection system on sloped roof with lifeline and certified anchorage point for construction site safety
Permanent rail fall protection system installed on metal roof with worker connected to anchorage point for construction site safety
Permanent roof anchorage point installed under tiles for fall protection system and construction site safety
Permanent roof anchorage point integrated in layered roof system for certified fall protection system
Verfasser: Rothoblaas

Nun ist es offiziell: Seit dem 6. Februar 2026 ist die neue Norm EN 17235:2024 harmonisiert und wird in den europäischen Rechtsrahmen für Bauprodukte aufgenommen. Eine Maßnahme von grundlegender Bedeutung für den gesamten Sektor der Absturzsicherungssysteme, da zum ersten Mal eine harmonisierte technische Norm eingeführt wird, die speziell für permanente Anschlageinrichtungen und Sicherheitsdachhaken gilt.

Diese Neuerung beinhaltet die Aufnahme der Norm in das Amtsblatt der Europäischen Union und ihre Verknüpfung mit der Verordnung (UE) 305/2011 (CPR). Somit können konforme Vorrichtungen nach auf europäischer Ebene einheitlichen Kriterien eine CE-Kennzeichnung erhalten und eine historische Phase hinter sich lassen, die durch nicht harmonisierte Normen, nationale Verordnungen und nicht immer einheitliche Auslegungen charakterisiert war.

Anschlagkits: das Herzstück der neuen Klassifizierung

Der Anwendungsbereich der EN 17235:2024 bezieht sich auf permanente Absturzsicherungssysteme, die in Dächer und Bauwerke integriert sind. Ausgenommen sind hingegen temporäre Anschlageinrichtungen nach Norm EN 795:2012 sowie kollektiver Schutz.

Zu den zentralen Neuerungen gehört die Klassifizierung der Systeme. Die bisher nach TYP (A, B, C, D, E) unterteilten Vorrichtungen werden nun in vier Hauptkategorien eingeteilt:

  • Kit A – Einzelanschlageinrichtung (Anschlagpunkt);

  • Kit B – Sicherheitsdachhaken;

  • Kit C – Horizontale Drahtseilführung;

  • Kit D – Horizontale Schienenführung.

Jedes Kit für die Absturzsicherung wird als integriertes System bewertet, das Anschlagmittel, Befestigungen und Tragkonstruktionen umfasst. Dieser Ansatz geht über eine Prüflogik hinaus, die sich jeweils den einzelnen Komponenten widmet, und führt eine Bewertung ein, die besser mit dem tatsächlichen Verhalten im Einsatz übereinstimmt. Ferner legt die neue Norm aktualisierte Belastungswerte vor, die von der Anzahl der gleichzeitigen Anwender (bis zu zwei bei den Kits A und B und bis zu vier bei den Kits C und D) abhängig ist. Die Bewertung umfasst dynamische Prüfungen sowie Prüfungen der Bruchlast, um das für permanente Systeme geforderte Sicherheitsniveau deutlich zu erhöhen.

Permanent rail fall protection system installed on metal roof with worker connected to anchorage point for construction site safety

Haltbarkeit und Verhalten im Außenbereich

Auch der Aspekt der Haltbarkeit permanenter Anschlageinrichtungen erhält besondere Beachtung. Die Anforderungen der Norm EN 17235:2024 umfassen im Einzelnen:

  • Haltbarkeit/Korrosionsbeständigkeit;

  • Wasserundurchlässigkeit;

grundlegende Aspekte zur Gewährleistung einer sicheren Baustelle, nicht nur in der Montagephase, sondern während der gesamten Nutzung des Gebäudes. Last, but not least stärkt die Norm das System der Leistungskonstanz (AVCP), indem sie strengere Kontrollen des Produktionsprozesses, erste Typprüfungen und eine dokumentierte Rückverfolgbarkeit der Produkte vorschreibt. Auf diese Weise bietet sie Schutzelemente für den Markt wie auch für Fachleute, die konforme Absturzsicherungssysteme entwerfen und installieren.

Damit Hersteller, Planer und benannte Stellen die Möglichkeit erhalten, Prozesse, technische Dokumentationen und Zertifizierungen anzupassen, leitet die EN 17235:2024 eine Übergangsphase bis zum August 2027 ein. In diesem Zeitraum bleibt der neue Text neben einigen bereits geltenden Verordnungen, wie der Norm EN 795:2012, bestehen, um eine schrittweise Anpassung an den neuen harmonisierten Rechtsrahmen zu ermöglichen.

Die Rolle von Rothoblaas in der CEN-Normungsgruppe

Die Harmonisierung der EN 17235:2024 hat für Rothoblaas – nicht nur als Hersteller von Absturzsicherungen, sondern auch als aktiver Teilnehmer am europäischen Normungsprozess – einen besonderen Stellenwert. Die Ingenieure von Rothoblaas nahmen in ihrer Eigenschaft als Experten und italienische Vertreter an der Arbeitsgruppe CEN/TC 128 SC9 WG1 des Europäischen Komitees für Normung (CEN) teil, das mit der Untersuchung, Diskussion und Ausarbeitung des Textes der Norm betraut war. Das letzte Treffen der Gruppe vor Fertigstellung der Harmonisierung fand im Hauptsitz von Rothoblaas statt, an dem das Unternehmen Experten aus ganz Europa willkommen hieß. Bei dieser Gelegenheit wurden auch praktische Prüfungen zum Thema Absturzsicherung durchgeführt und trugen zu einem fachlichen Austausch bei, der dem neuen Gesetzestext zugrunde liegt. Durch die direkte Teilnahme am europäischen Verhandlungstisch hat das Unternehmen bereits seit Jahren die Möglichkeit, an der Festlegung der Sicherheitsanforderungen mitzuwirken und eigene Erfahrungen bei der Entwicklung und Herstellung von Absturzsicherungssystemen in die Debatte einzubringen. Diese Mitarbeit an der Entstehung der Norm bedeutet folglich, zur Gesamtqualität des Sektors beizutragen.

Eine neue Phase für permanente Absturzsicherungssysteme

Die Harmonisierung der EN 17235:2024 markiert daher den Beginn einer neuen Phase für den europäischen Markt der permanenten Anschlageinrichtungen und Seilsysteme. Die Einführung harmonisierter Kriterien stärkt die Sicherheit der Anwender, verbessert die technische Transparenz und erhöht das Kontrollniveau der Produktionsprozesse. In diesem Szenario fügen sich Seil- bzw. Schienensysteme wie PATROL und H-RAIL, die für permanente Installationen auf dem Dach konzipiert sind, voll und ganz in den Anwendungsbereich der neuen Norm ein. Beide Systeme sind so ausgelegt, dass sie die Überfahrbarkeit, das kontrollierte Lastmanagement und die Anpassbarkeit an verschiedene bauliche Konfigurationen gewährleisten. Diese Seilsysteme werden in der Regel durch spezifische Halterungen wie TOWER, SHIELD und T-CLAMP ergänzt. Sie wurden entwickelt, um Lasten korrekt auf die Tragkonstruktion zu übertragen und auch bei mehrfacher Nutzung die Stabilität sicherzustellen.

Permanent concrete anchorage point for fall protection system and construction site safety
Permanent roof anchorage point integrated in layered roof system for certified fall protection system

Neben den linearen Systemen gehören auch permanente Anschlagpunkte wie LOOP, HOOK EVO 2.0, KITE und WING zum Anwendungsbereich der Norm.

  • LOOP ist ein kompakter Anschlagpunkt, ideal für die Installation auf Dächern in historischen Stadtkernen, geeignet für Holz, Beton und Ziegelträger.

  • HOOK EVO 2.0 ist ein Sicherheitsdachhaken für geneigte Dächer mit einer Öffnung, die den Maßanforderungen der Norm entspricht.

  • KITE und WING sind Einzelanschlagpunkte, die für hohe mechanische Leistungen und die Integration in verschiedene Arten von Untergründen ausgelegt sind.

Mit der EN 17235:2024 werden diese Systeme nicht mehr als isolierte Elemente, sondern als komplette Bausätze bewertet, bei denen Anschlagmittel, Befestigungen und Halterungen zur endgültigen Leistung beitragen.

Für den Absturzsicherungssektor beginnt damit eine Phase größerer Gesetzesklarheit und technischer Verantwortung. Die Harmonisierung ist nicht nur eine Aktualisierung der Vorschriften, sondern ein Übergang zu homogeneren Standards, die verifizierbar und auf die tatsächliche Sicherheit auf Dächern ausgerichtet sind.

Alle Rechte vorbehalten

Technische Details

Unternehmen:
any
Land:
Any
Produkte:
H-RAIL HOOK EVO 2.0 KITE LOOP PATROL SHIELD T-CLAMP TOWER WING
Teilen Sie den Blog-Artikel in den sozialen Medien