Holzschutz auf der Baustelle: Die Schlüsselrolle selbstklebender Bahnen bei einem Projekt in Montevideo
Feuchtigkeitsmanagement, Betriebskontinuität und Leistungskontrolle in einem uruguayischen Bürogebäude
Beim Bauen von Holzgebäuden stellt das Feuchtigkeitsmanagement, und allgemein der Schutz von Holz auf der Baustelle, eine kritische Variable dar. Die Leistung eines BSP-Systems hängt in der Tat nicht nur von der Planung oder Materialqualität ab, sondern auch von der Fähigkeit, den einwandfreien Zustand der Elemente bei Transport, Lagerung und Montage zu bewahren.
Für ein im Bau befindliches Bürogebäude in Montevideo wurde diese Thematik mit einem ganzheitlichen Ansatz aufgegriffen. Die Strategie ist einfach in ihrer Logik, aber konsequent in der Ausführung: Reduzierung der Expositionszeiten tragender Bauteile und direkter Schutz der Holzoberflächen. Wie? Durch Aufbringen der selbstklebenden diffusionsoffenen Bahn DEFENCE ADHESIVE TRASPIR EVO.
Selbstklebende Bauzeitabdichtung: Warum Diffusionsoffenheit für Holz entscheidend ist
Witterungseinflüsse in der Baustellenphase können die Leistungen von Bauholz erheblich beeinträchtigen. Da es sich um ein hygroskopisches Material handelt, kann die Feuchtigkeitsaufnahme zu Maßabweichungen und Verwitterung der Oberfläche führen sowie in besonders kritischen Fällen die Haltbarkeit des gesamten Bausystems mindern. Aus diesem Grund muss bei Projekten aus Mass Timber bereits ab den ersten Phasen eine wirksame Schutzstrategie eingeplant werden. Auf der Baustelle in der Hauptstadt Uruguays ist der Einsatz von DEFENCE ADHESIVE TRASPIR EVO auf einer Fläche von circa 2.000 m² vorgesehen: Eine Lösung, die einen vorübergehenden Schutz gewährleisten soll, ohne die Montagearbeiten zu beeinträchtigen.
DEFENCE ADHESIVE TRASPIR EVO: Schutz und Diffusionsoffenheit in einem System
DEFENCE ADHESIVE TRASPIR EVO ist eine selbstklebende monolithische diffusionsoffene Bahn, die zum temporären Schutz von Wänden und Decken aus Holz in den Transport- und Bauphasen entwickelt wurde. Die Effizienz ergibt sich aus der Kombination zweier grundlegender technischer Merkmale:
Wasserundurchlässigkeit, die das direkte Eindringen von Witterungseinflüssen verhindert;
hohe Diffusionsoffenheit, die das Trocknen möglicher Restfeuchte in Holzelementen ermöglicht.
Die monolithische, durchgehende und homogene Funktionsschicht garantiert zuverlässigen Schutz auch bei längerer Einwirkung und hält bis zu 14 Wochen. Dieser Zeitraum ermöglicht die flexible Verwaltung der Bauzeiten, ohne die Montagephasen auf Kosten der Qualität beschleunigen zu müssen.
Die Bahn ist vollständig selbstklebend, sodass beim Verlegen keine mechanischen Befestigungen benötigt werden. So werden die Montagezeiten reduziert und das Risiko von Unterbrechungen der Schutzelemente begrenzt. Darüber hinaus ermöglicht die halbtransparente Beschaffenheit eine klare Sicht auf die Markierungen und Durchbrüche; Montagefehler werden vermieden.
Nach dem Verlegen beeinträchtigt die Bahn weder die Bewegung der Elemente, noch die Lesbarkeit der Oberflächen. Der Schutz wird somit zu einem integralen Bestandteil des Bauprozesses.
Befestigungssysteme: konstruktive Kontinuität und planerische Anpassbarkeit
Neben dem Schutz der Oberflächen umfasst das Projekt verschiedene konstruktive Befestigungssysteme, die nach den spezifischen statischen und baulichen Anforderungen ausgewählt werden.
Zunächst einmal die Schrauben HBS: Sie werden für Holz-Holz-Verbindungen eingesetzt und garantieren höchste mechanische Leistung.
Die Variante HBS PLATE erlaubt Anwendungen mit Metallplatten, wobei die Kraftverteilung optimiert und die Tragfähigkeit der Verbindung verbessert wird.
Die VGZ-Vollgewindeschrauben wurden für statisch tragende Verbindungen mit hohen Anforderungen an Festigkeit und Präzision entwickelt und eignen sich besonders für massive Elemente sowie Verbindungen, die komplexen Belastungen ausgesetzt sind.
Und schließlich die LBS: Sie werden in Holz-Metall-Verbindungen eingesetzt, bei denen eine besondere Scherfestigkeit verlangt wird.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass der Holzschutz bei Holz-Stahl-Verbindungen eine besondere Herausforderung darstellt. Stahl hat in der Tat einen ganz anderen Feuchteausdehnungskoeffizienten als Holz. Infolgedessen wird beim Swelling (Quellung des Holzes aufgrund von Feuchtigkeit) der gesamte zusätzliche Druck auf den Verbinder übertragen und somit seine Belastung gesteigert.
Es geht also um verschiedene Systeme, die in ihrer Kombination nach einer gemeinsamen Logik verwendet werden: Anpassung der Verbindungen an jede Projektbedingung.
Schalldämmleistung: Integration der Systeme ALADIN und PIANO
Bei der Planung des neuen Gebäudes in Montevideo kamen ebenfalls die Schalldämmsysteme ALADIN und PIANO zum Einsatz. Diese beiden Produkte sind ideal zur Verbesserung des Schwingungsverhaltens sowie des akustischen Komforts von Innenräumen. Beide Lösungen wirken sich auf die Schallübertragung zwischen tragenden Bauteilen aus und helfen dabei, die Körperschallausbreitung zu reduzieren. Die Einbindung dieser Produkte bereits in der Bauphase ermöglicht eine effektivere Kontrolle der Gebäudeleistung im Vergleich zu späteren Eingriffen.
Im Einklang mit diesem Ansatz ist die Einführung eines schalldichten Fußbodensystems vorgesehen, das die Schalldämmstrategie des Gebäudes ergänzt und die Gesamtperformance zusätzlich verbessert.
In einem Konstruktionssystem, bei dem Präzision, Zeitplanung und Leistungen aufeinander abgestimmt sein müssen, wird das Management der Umgebungsbedingungen zum zentralen technischen Element. Der Schutz von Werkstoffen mit selbstklebenden diffusionsoffenen Bahnen bedeutet die Sicherung des Projekts, weniger Bedarf an Korrekturmaßnahmen und die Gewährleistung der Endqualität des Gebäudes.
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