Vorgefertigte Holzteile heben, ohne Kontrolle, Zeit und Budget zu verlieren
Vorgefertigte Holzteile, Montagezeiten und wiederverwendbare Hebesysteme
Die Entscheidung für Holzkonstruktionen fällt häufig aufgrund der im Vergleich zu herkömmlichen Bausystemen sehr viel kürzeren Lieferzeiten.
Die Fertigung kompletter Elemente von Anlagen, Dämmungen und Befestigungen direkt im Werk, der Ansatz Design for Manufacturing, die modulare Planung und die Montage vor Ort gestalten Bauphasen äußerst dynamisch. Jedoch kann eine Komplikation innerhalb einer dieser Phasen den Zeitplan des gesamten Projekts gefährden.
Wenn im Werk alles reibungslos läuft, aber auf der Baustelle der Arbeitsrhythmus unterbrochen wird, könnte der Vorteil zunichte gemacht werden.
Einige Tätigkeiten bergen mehr Risiken als andere: Dazu gehört das Heben von Materialien auf der Baustelle, insbesondere wenn es um vorgefertigte Holzteile, komplette Wände oder ganze Module eines Fertighauses aus Holz geht.
Jedes Manöver ist mit erheblichen Massen, schwer vorhersehbaren Kräften und einer Verkettung von Verantwortlichkeiten verbunden, was sich auf die Sicherheit, Montagezeiten und Gesamtkosten des Bauwerks auswirkt.
Dort, wo der Wert des Projekts von der Prozesseffizienz abhängt, kann die Wahl ungeeigneter Baustellen-Hebetechnik und Anschlagsysteme operative Risiken sowie vor allem einen Kostenanstieg bedeuten, der in der Angebotsphase oft unterschätzt wird. Einwegelemente, Befestigungen, deren Qualität mit der Zeit nachlässt sowie Ausrüstungen, die nicht für die Vorfertigung konzipiert sind, wirken sich letztendlich stark auf die tatsächlichen Kosten für Hebevorgänge aus.
Material-Hebetechnik auf der Baustelle: das versteckte Problem der vorgefertigten Holzelemente
Bei der Montage von vorgefertigten Holzteilen ist der Hebevorgang eine entscheidende Prozessphase. Wände, Decken, Rahmen und Module kommen bereits montiert auf der Baustelle an – mit engen Toleranzen und mit Oberflächen, die bisweilen sichtbar bleiben.
Bewegungen, Drehungen, Beschleunigungen und Abbremsungen übertragen Lasten, die auf bestimmte Punkte einwirken. Werden Schrauben verwendet, die nicht für Hebevorgänge ausgelegt und als Einwegprodukt konzipiert sind, entstehen Verformungen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind: Verlust der geraden Schaftausrichtung, Beschädigung des Gewindes, Verringerung der Klemmkraft unter Last.
In der Baustellenpraxis werden diese Schrauben manchmal aus Kostengründen wiederverwendet – mit einem exponentiellen Anstieg des Risikos.
So wird die eigentliche Absicht oftmals ins Gegenteil verkehrt: Bei Verwendung ungeeigneter Systeme können die Kosten für den Hebevorgang soweit ansteigen, dass sie die Rentabilität des Eingriffs gefährden. Dies gilt vor allem auf Baustellen für vorgefertigte Holzhäuser oder mehrgeschossige Gebäude, bei denen sich die Hebezyklen vervielfachen.
Hebevorrichtungen für die Baustelle und spezifische Anschlagsysteme
Hebevorrichtungen für die Baustelle, wie Krane und Transportsysteme, sind nur eine Hälfte der Gleichung. Die andere Hälfte besteht aus Anschlagvorrichtungen, die mit dem vorgefertigten Element verbunden werden müssen.
Beim Heben von Holzplatten kann die Verwendung herkömmlicher Gurte örtlich begrenzten Druck erzeugen und die Oberflächen beschädigen, insbesondere wenn die Unterkante sichtbar bleibt. Deshalb erlauben Schnellverbindungssysteme aus Metall wie WASP eine kontrollierte Planung des gesamten Anschlagvorgangs. WASP wird an einer Schraube vom Typ VGS PLATE befestigt, kann bereits im Werk installiert werden und hält den Schraubenkopf mit seinen integrierten Backen fest im Holzelement.
Bei höheren Lasten ermöglicht eine Platte zum Heben von Holzelementen wie RAPTOR eine korrekte Verteilung der Kräfte, wobei die Anzahl der Befestigungen an das Gewicht des Elements angepasst wird. Die Linie, zu der RAPTOR MINI und RAPTOR MAXI gehören, erfüllt Ansprüche von kleinen vorgefertigten Teilen bis hin zu Elementen mit über drei Tonnen Gewicht. Dabei ist die Vorrichtung, auch dank EAGLINK, mit den wichtigsten Hebekranen für Holzplatten kompatibel.
Transport und Hebetechnik: eine wiederverwendbare Schraube als Innovation
Der kritische Punkt vieler Hebesysteme bleibt die Befestigung.
Über Jahre akzeptierte die Branche die Auffassung, dass zum Heben verwendete Schrauben Einwegprodukte sein müssen. Dieser Ansatz steht jedoch im direkten Widerspruch zu den Grundsätzen des Design for Manufacture and Disassembly sowie der Kreislaufwirtschaft von Bauelementen, laut derer jedes Bauteil Verschwendung und überflüssige Arbeitsgänge reduzieren soll.
VGS PLATE wurde entwickelt, um diese Hürde zu überwinden. Es handelt sich nicht um eine an Hebevorgänge angepasste Bauschraube, sondern um eine speziell für den Transport und das Heben von Holzelementen entwickelte Schraube, die auch als dauerhafte Metall-Holz-Bauverbindung verwendet werden kann. Der Sechskant-Kegelunterkopf sorgt für eine stabile Kopplung mit Systemen wie WASP und RAPTOR, während die Geometrie des Gewindes mehrere Eindreh- und Ausdrehzyklen ohne Leistungsverluste erlaubt.
Die Möglichkeit zur Wiederverwendung der Befestigung auf verifizierbare Weise verändert die Wirtschaftlichkeit der Hebetechnik. Sie reduziert nicht nur die Anzahl der zu beschaffenden Schrauben, sondern macht den Prozess vorhersehbarer, da die „Versuchung“ zur Wiederverwendung ungeeigneter Komponenten ausgeschlossen wird. Auf einer Baustelle, auf der Dutzende von Holzfertigteilen montiert werden, wirkt sich dieser Aspekt direkt auf die Kosten aus.
Auch hier haben wir das Thema behandelt: Design for Disassembly: Ein neuer Nachhaltigkeitsansatz im Holzbau
Design for Manufacturing und Hebetechnik: Ausrüstungen als Verbündete für eine effiziente Baustelle
Das Design für Fertigung und Montage (DfMA) ist die Verbindung von Design for Manufacturing (DFM) und Design for Assembly (DFA). Übertragen auf die Hebetechnik, wirft diese Methodik eine Frage auf: Wurde jeder Arbeitsgang so geplant, dass er wiederholbar, schnell und sicher ist?
Beim Transport und der Handhabung von vorgefertigten Holzelementen bedeutet dies die Bereitstellung von Systemen, die im Werk montierbar, auf der Baustelle wiederverwendbar und ohne improvisierte Änderungen an verschiedene Elemente anpassbar sind. Neben den Vorrichtungen aus Metall ergänzen Mehrweg-Hebegurte wie MANTIS das Sortiment und bieten eine agile Lösung zum Heben und Positionieren von Platten und Modulen. Mit zwei Löchern, einem Stabdübel und der Tragfähigkeit von bis zu 1250 kg lassen sich viele Einsatzbedingungen schnell bewältigen.
Während der Lagerung oder des Transports werden durch die Möglichkeit, Löcher mit TAPS zu schützen, Einsickerungen und Beschädigungen verhindert, sodass das Element stets montagebereit bleibt.
Auf einer effizienzorientierten Baustelle sind Hebezeuge ein strategischer Verbündeter: Durch den Einsatz wiederverwendbarer Systeme, ausgelegt auf spezifische Lasten und Geometrien, wird der Hebevorgang von einem unvorhersehbaren Kostenpunkt zu einer kontrollierten Phase des Bauprozesses.
Entdecken Sie die Produktreihe: https://www.rothoblaas.de/produkte/maschinen-und-werkzeuge/transport-und-hebetechnik
Alle Rechte vorbehalten
Technische Details
- Jahr:
- 2026
- Unternehmen:
- any
- Land:
- Any
- Produkte:
- EAGLINK MANTIS RAPTOR RAPTOR MAXI RAPTOR MINI TAPS VGS PLATE WASP